Nachschub

Nachschub

Wetterbedingt schreiten die Arbeiten nicht so schnell voran wie ich mir das wünschen würde. Aber auf dem aufgeweichten Boden wird es zusehends schwierig, vernünftig zu arbeiten. Deshalb habe ich mich entschlossen, die Zeit zu nutzen, um ein wenig Nachschub auf die Baustelle zu schaffen.

Wenn man die vorhandenen Steine ein klein wenig passend haut, kann man sicherlich über 80% des vorhandenen Steinmaterials in der Trockenmauer wieder verwenden. Trotzdem müssen ab und an beschädigte Steine aussortiert werden und durch das Behauen entsteht ein weiterer Schwund, der mit neuen Steinen ausgeglichen werden muß. Also begab ich mich zum Steinhaufen, wo die Überreste unseres alten Kellers lagern, habe ein paar schöne Exemplare ausgesucht und diese auf die Baustelle geschafft.

Weitere Schäden gab es auf der Baustelle nicht zu verzeichnen. Als sich die ergiebigen Regenfälle vor zwei Wochen ankündigten, habe ich provisorisch den freigelegten Erdhügel mit Steinen beschwert um ein weiteres Abrutschen zu verhindern. Zum Glück hat dies gehalten und der Pfosten der Rebbespannung sitzt immer noch an der gleichen Position.

Zwei weitere Steinreihen an der Vorderseite konnte ich dann doch noch setzen und der Berg ist schon recht gut geschützt. Nicht 100%-ig zufrieden bin ich mit der Hintermauerung, was Großteils dem vorhandenen Steinmaterial geschuldet ist. Im Idealfall werden als Hintermauerung hochkante Steinplatten gewölbeförmig eingebracht. Dadurch nehmen die Steine den Druck des Berges auf, ohne diesen direkt an das Sichtmauerwerk weiterzugeben. Parallel dazu erfüllt die Hintermauerung natürlich auch immer die Rolle einer Drainage für abfließendes Wasser. Mit dem vorhandenen Material ist diese Kunstruktionsart nur schwerlich umzusetzen. Die Kunst ist also, die Steine trotzdem so zu verkeilen, daß sie weitestgehend den Druck des Berges abfangen. Ein Blick hinter die Kulissen der Profis, die die Mauern im Auftrag der Stadt sanieren, zeigt mir allerdings, daß diese mit den gleichen Problemen konfrontiert und auf eine vergleichbare Lösung gekommen sind.

Für nächstes Wochenende hat sich ein kleines Hoch angekündigt mit einigen regenfreien Tage. Ziel wird sein, die vordere Mauer fertig zu stellen, denn bis Ende Oktober bleibt nicht mehr viel Zeit.

 

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