Rekordverdächtig

Rekordverdächtig

ist er schon, der Ankerstein, der den Anlaß gab, diese Mauer zu sanieren. Dachte ich zunächst, daß die obere Mauer meine große Herausforderung war, hat mich dieser Stein eines Bessern belehrt. Nicht wegen des Gewichtes von gut einer Tonne, das ließe sich mit gekonnt angesetzten Hebelkräften noch stemmen. Die Unförmigkeit des 1,5m breiten und 80cm hohen Findlings forderte sämtliche technischen Kniffe, um den Stein zu bewegen und entlang der Front auszurichten.

Zunächst haben wir den Stein mit den Eisen zurück in die Mauer bewegt, allerdings immer noch mit einer starken Neigung nach vorne. Mit Hebelkräften alleine war das nicht auszugleichen. Mehrfach haben wir den Stein wieder umgelegt und den Untergrund gerichtet, aber ohne nennenswerten Erfolg. Deshalb kam der über 100 Jahre alte landwirtschaftliche Wagenheber zum Einsatz. Der war zwar in der Lage, den Stein vertikal auszurichten, drückte ihn aber gleichzeitig wieder an den Berghang. Erst als wir zusätzlich mit Spanngurten den Stein vom Hang wieder wegzogen, konnte er endlich korrekt in der Mauerflucht ausgerichtet werden. Diese 4 Stunden harte Arbeit sind sicherlich die größte Herausforderung bisher mit einem einzelnen Stein gewesen, aber das Resultat war die Mühe wert. Im Anschluß daran wurde die Vorderkante des Ankersteins noch einmal abgegraben, um diesen zu unterfüttern und zu verkeilen, damit er in Zukunft nicht mehr nach vorne abkippen kann. Dann noch die Hintermauerung. Nun ist die Basis bereitet für das weitere Aufmauern.

 

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