Mauerfall

Mauerfall

Nun wird es ernst. Nachdem das sichtbare Efeu entfernt wurde, müssen jetzt vorsichtig die Steine Lage für Lage abgetragen werden. Durch die Instabilität der Mauer ist besondere Vorsicht angebracht, denn ein darüberliegender Stein kann leicht das letzte „Bindeglied“ für die darunter liegenden Steine sein und sobald dieser entfernt wurde bricht der Rest leicht zusammen. Stellenweise haben auch die Efeuwurzeln an der Oberfläche die Steine noch in der Mauer gehalten.

Der Abbruch schritt trotzdem recht zügig voran und offenbarte an manchen Stellen auch im wahrsten Sinne des Wortes die Wurzel allen Übels, armdicke Efeuwurzeln, die natürlich ausgegraben und entfernt werden müssen. Nicht ganz so reibungslos lief allerdings der Abbruch meiner beiden Problemkinder, zwei Steine, die nicht mehr unterfüttert waren und sich nur noch gegenseitig in der Luft stützten. Durch deren Gewicht war eine einfache Entnahme aus der Mauer nicht möglich. Der kontrollierte Absturz des einen Mauersteins lief dann leider nicht ganz so wie geplant und hinterließ den ersten Kollateralschaden an dieser Mauer. Eine Rebe und ein Bespannungspfosten hatten dem Gewicht des Steines nichts entgegen zu setzen.

Damit soll der Abbruch für heute beendet sein. Ein notdürftig fixierter Mauerstein sitzt noch. Da dies der Größte einzelne Stein in der Mauer ist, muß ich mir noch überlegen, wie ich diesen kontrolliert abtragen kann, ohne daß meine Füße und weitere Reben in Mitleidenschaft gezogen werden. Immerhin habe ich durch das kleine Missgeschick mit dem anderen Stein jetzt etwas mehr Freiraum zum Manövrieren. Doch das wird eine andere Geschichte …

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